Tag Archive: Lippischer Heimatbund

  1. Erzählwerkstatt Kneipenkultur

    Kommentare deaktiviert für Erzählwerkstatt Kneipenkultur

    Wanderausstellung

    zur Erzählwerkstatt Kneipenkultur

    • In 2025 ging das Kulturstellwerk-Format “Erzählwerkstatt” zum Thema “Kneipenkultur in Nordlippe” in die dritte Runde. Die Veranstaltung widmete sich in diesem Jahr der Geschichte der Gaststätten und Kneipen in unserer Region sowie ihrer tiefgreifenden Bedeutung für den Alltag auf dem Lande. Da viele vertraute Treffpunkte in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind, diente dieses Projekt als wichtige Plattform, um die Gemeinschaft und den generationsübergreifenden Austausch wieder aufleben zu lassen.

      Insgesamt umfasste die Tour durch die nordlippischen Gaststätten 12 Erzählabende, die in den Gemeinden Dörentrup, Extertal, Kalletal und der Stadt Barntrup stattfanden. Die Ergebnisse wurden in insgesamt 15 Bannern zusammengefasst. Die Ausstellung wandert nun durch die verschiedenen Orte Nordlippes, um die reiche Kneipenhistorie für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen. 

       

      Due genauen Termine und Ausstellungsorte finden Sie unten.

    Erzählwerkstatt Kneipenkultur

    12 Termine zur Geschichte und zu Geschichten der Gaststätten in Nordlippe

    • Gaststätten und Kneipen waren über viele Jahrzehnte zentrale Orte des Zusammenkommens, in den Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Wer in alten Tourismus-Führern über Lippe blättert, ist verblüfft, wie viele Gaststätten und Hotels es um 1920 gab, die mit Anzeigen für ihre Angebote warben.

      Fast jedes Dorf verfügte über ein oder zwei Gaststätten, die häufig mit Lebensmittelgeschäften oder Bäckereien verbunden waren. In einigen Dörfern konnten sie auf eine lange Tradition blicken, die bis zu den Krugwirtschaften des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts zurückreichte.

      Zahlreiche Gaststätten verfügten über Anbauten mit großen Sälen, in denen sich die örtlichen Vereine trafen und ihre jährlichen Feste veranstalteten, und Kegelbahnen. Gaststätten, die in landschaftlich reizvollen Gegenden lagen, entwickelten sich zu Ausflugswirtschaften, die Gäste aus den benachbarten Städten anlockten.

      Mit dem Eisenbahnbau eröffneten Wirtschaften in den neu erbauten Bahnhöfen. Eine Besonderheit in Nordlippe war und ist der Pensionsbetrieb für Feriengäste. Bereits Mitte der 1920er Jahren fand bspw. in den Dörfern des Begatals zwischen Lemgo und Barntrup die Hinwendung zum Fremdenverkehr statt.

    • In vielen Dörfern hat sich den 1980er und -90er Jahren ein fundamentaler Wandel vollzogen. Zahlreiche Gaststätten, Hotels und Pensionen wurden geschlossen. Noch heute wird in einigen Orten vergeblich nach Möglichkeiten zum „Einkehren“ gesucht.

      Wer hat Erinnerungen an die Gaststätten in Nordlippe? Wer hat sie betrieben und wer hat sie besucht? Warum konnten sich einige Gaststätten behaupten und weiterentwickeln? Diese und viele weiteren Fragen werden an den Abenden der Erzählwerkstatt besprochen und dokumentiert. Zudem suchen wir Fotos, Dokumente und Erinnerungen. Nehmen Sie gerne zu uns Kontakt auf: https://www.kulturstellwerk-nordlippe.de/kontakt/

      Die Erzählwerkstatt wird vom Kulturstellwerk Nordlippe veranstaltet, in Kooperation mit den örtlichen Heimatvereinen, dem Lippischen Heimatbund, den Volkshochschulen Detmold-Lemgo und Lippe-Ost und Marketing Extertal e.V..

       

    Wir danken für die Unterstützung bei Durchführung und Organisation der gesamten Veranstaltungsreihe
    • Friedo Petig, Schieder-Schwalenberg
    • Jürgen Scheffler, Dörentrup
    • Michael Herbst, Dörentrup
    Wir danken allen für die Bereitstellung von Fotos und Postkarten. Besonderer Dank gilt:
    • Archiv der Gemeinde Extertal
    • Manfred König, Dörentrup
    • Hans Ulrich Krause, Kalletal
    • Brigitte und Wilfried Mellies, Detmold-Hiddesen
    • Friedhelm Nolting, Extertal-Asmissen
    • Familie von Reden, Wendlinghausen
    • Marc Rohde, Dörentrup
    • Hartmut Walter, Lemgo

    Übersichtskarte

    Verschaffen Sie sich einen Überblick

    Vollbildanzeige

    Ausstellungs-Termine

    Januar, Dörentrup:
    • Bürgerhaus, Dörentrup: 11.12.2025 – 04.01.2026
    • Elisenstift, Humfeld: 05.01. – 18.01.2026, 8-12 Uhr & 14-17 Uhr im Foyer
    • DRK-Wohneinrichtung “Am Mühlenbach”, Dörentrup: 19.01. – 01.02.2026. 15-17 Uhr im Begegnungsraum
    Februar, Barntrup:
    • Kulturschuppen Barntrup: 03.02., 19 Uhr: Eröffnung, 04., 07. & 11.02., 16-18 Uhr, 08.02.2026, 14-17 Uhr
    März, Extertal:
    • AWO-Seniorenzentrum “Friedrich-Winter-Haus”, Bösingfeld: 01.03. – 15.03.2026, zu den Besuchszeiten
    • Mehrgenerationenhaus, Silixen: 16.03. – 31.03.3026
    April, Kalletal:
    • Heidelbecker Schlosskrug, Heidelbeck: 10.04. – 30.04.2026, Eröffnung: 10.04., 18 Uhr, Öffnungszeiten: Donnerstags & Freitags: 17-20 Uhr, Samstags & Sonntags: 11:30-19:30 Uhr
    Mai:
    • Kulturstellwerk Nordlippe, Bahnhofsfest Farmbeck: 01.05.2026, 11-17 Uhr
    • VHS Detmold-Lemgo, Haus Wippermann, Lemgo: 04.05. – 15.05.2026
  2. Lippische Kulturlandschaften Nr. 51

    Leave a Comment

    Rund um das Maibolte-Tal und den Piepenkopf in Dörentrup

    Gemeinsame Herausgabe von “Lippische Kulturlandschaften” Nr. 51 mit dem Lippischen Heimatbund

    Die Hefte der Reihe „Lippische Kulturlandschaften“, herausgegeben vom Lippischen Heimatbund und gefördert durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, erscheinen seit 2004 mehrmals jährlich. Bislang gab es kein Heft mit einem thematischen Bezug zur Gemeinde Dörentrup. Das gerade erschienene Heft 51 füllt diese Lücke und widmet sich mit sechs Beiträgen der Kultur- und Naturlandschaft, die sich zwischen der Stadt Lemgo und der Gemeinde Dörentrup erstreckt. Inmitten der überwiegend von Buchenwäldern geprägten Landschaft liegen das Maibolte-Tal, der Piepenkopf und der Netling. Das Waldgebiet hat eine abwechslungsreiche Geschichte und gehört zu den kultur- und naturlandschaftlich vielfältigsten und interessantesten Gebieten im Kreis Lippe. Zu entdecken sind kulturlandschaftliche Spuren und Zeugnisse aus mehr als 2.000 Jahren: von der Höhensiedlung auf dem Piepenkopf aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. über Grenzsteine aus dem frühen 18. Jahrhundert bis zu den heute noch erhaltenen Spuren des Abbaus von Rohstoffen für die Ziegelei-, Keramik- und Glasindustrie im 19. und 20. Jahrhundert. Auch das Thema Bahn wird aufgegriffen mit dem Beitrag “Der Feldbahnbetrieb der Sand- und Thonwerke” von Rüdiger Uffmann. Ideengeber, Initiator und auch Autor ist Jürgen Scheffler, dem ehemaligen Leiter der Städtischen Museen in Lemgo.