Tag Archive: VHS Detmold Lemgo

  1. Erzählwerkstatt Kneipenkultur

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    Wanderausstellung

    Von Dezember 2025 bis Mai 2026 wandert die Ausstellung zur Erzählwerkstatt Kneipenkultur quer durch Nordlippe.

    Die genauen Termine und Orte finden Sie unten.

    Erzählwerkstatt Kneipenkultur

    12 Termine zur Geschichte und zu Geschichten der Gaststätten in Nordlippe

    • Gaststätten und Kneipen waren über viele Jahrzehnte zentrale Orte des Zusammenkommens, in den Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Wer in alten Tourismus-Führern über Lippe blättert, ist verblüfft, wie viele Gaststätten und Hotels es um 1920 gab, die mit Anzeigen für ihre Angebote warben.

      Fast jedes Dorf verfügte über ein oder zwei Gaststätten, die häufig mit Lebensmittelgeschäften oder Bäckereien verbunden waren. In einigen Dörfern konnten sie auf eine lange Tradition blicken, die bis zu den Krugwirtschaften des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts zurückreichte.

      Zahlreiche Gaststätten verfügten über Anbauten mit großen Sälen, in denen sich die örtlichen Vereine trafen und ihre jährlichen Feste veranstalteten, und Kegelbahnen. Gaststätten, die in landschaftlich reizvollen Gegenden lagen, entwickelten sich zu Ausflugswirtschaften, die Gäste aus den benachbarten Städten anlockten.

      Mit dem Eisenbahnbau eröffneten Wirtschaften in den neu erbauten Bahnhöfen. Eine Besonderheit in Nordlippe war und ist der Pensionsbetrieb für Feriengäste. Bereits Mitte der 1920er Jahren fand bspw. in den Dörfern des Begatals zwischen Lemgo und Barntrup die Hinwendung zum Fremdenverkehr statt.

    • In vielen Dörfern hat sich den 1980er und -90er Jahren ein fundamentaler Wandel vollzogen. Zahlreiche Gaststätten, Hotels und Pensionen wurden geschlossen. Noch heute wird in einigen Orten vergeblich nach Möglichkeiten zum „Einkehren“ gesucht.

      Wer hat Erinnerungen an die Gaststätten in Nordlippe? Wer hat sie betrieben und wer hat sie besucht? Warum konnten sich einige Gaststätten behaupten und weiterentwickeln? Diese und viele weiteren Fragen werden an den Abenden der Erzählwerkstatt besprochen und dokumentiert. Zudem suchen wir Fotos, Dokumente und Erinnerungen. Nehmen Sie gerne zu uns Kontakt auf: https://www.kulturstellwerk-nordlippe.de/kontakt/

      Die Erzählwerkstatt wird vom Kulturstellwerk Nordlippe veranstaltet, in Kooperation mit den örtlichen Heimatvereinen, dem Lippischen Heimatbund, den Volkshochschulen Detmold-Lemgo und Lippe-Ost und Marketing Extertal e.V..

       

    Wir danken für die Unterstützung bei Durchführung und Organisation der gesamten Veranstaltungsreihe
    • Friedo Petig, Schieder-Schwalenberg
    • Jürgen Scheffler, Dörentrup
    • Michael Herbst, Dörentrup
    Wir danken allen für die Bereitstellung von Fotos und Postkarten. Besonderer Dank gilt:
    • Archiv der Gemeinde Extertal
    • Manfred König, Dörentrup
    • Hans Ulrich Krause, Kalletal
    • Brigitte und Wilfried Mellies, Detmold-Hiddesen
    • Friedhelm Nolting, Extertal-Asmissen
    • Familie von Reden, Wendlinghausen
    • Marc Rohde, Dörentrup
    • Hartmut Walter, Lemgo

    Übersichtskarte

    Verschaffen Sie sich einen Überblick

    Ausstellungs-Termine

    Januar, Dörentrup:
    • Bürgerhaus, Dörentrup: 11.12.2025 – 04.01.2026
    • Elisenstift, Humfeld: 05.01. – 18.01.2026, 8-12 Uhr & 14-17 Uhr im Foyer
    • DRK-Wohneinrichtung “Am Mühlenbach”, Dörentrup: 19.01. – 01.02.2026. 15-17 Uhr im Begegnungsraum
    Februar, Barntrup:
    • Kulturschuppen Barntrup: 03.02., 19 Uhr: Eröffnung, 04., 07. & 11.02., 16-18 Uhr, 08.02.2026, 14-17 Uhr
    März, Extertal:
    • AWO-Seniorenzentrum “Friedrich-Winter-Haus”, Bösingfeld: 01.03. – 15.03.2026, zu den Besuchszeiten
    • Mehrgenerationenhaus, Silixen: 16.03. – 31.03.3026
    April, Kalletal:
    • Heidelbecker Schlosskrug, Heidelbeck: 10.04. – 30.04.2026, Eröffnung: 10.04., 18 Uhr, Öffnungszeiten: Donnerstags & Freitags: 17-20 Uhr, Samstags & Sonntags: 11:30-19:30 Uhr
    Mai:
    • Kulturstellwerk Nordlippe, Bahnhofsfest Farmbeck: 01.05.2026, 11-17 Uhr
    • VHS Detmold-Lemgo, Haus Wippermann, Lemgo: 04.05. – 15.05.2026
  2. Vielfalt (er)leben | 26. August & 9. September

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    Vielfalt erleben

    Queere Themen im Dialog

    Nach einem ersten Abend im Juli zur Geschichte queeren Lebens und des CSDS (inklusive Filmabend Pride) geht unsere Reise weiter – und du bist herzlich eingeladen!

    Was steht an?

    • 26. August, 19–21 Uhr
      Ort: Queer Treff Dörentrup (Paul‑Gerhardt‑Haus, Mittelstraße 40, 32694 Dörnetrup – Spork)
      Thema: „Recht, Glaube, Queer: Unsere Stimme zählt“
      Wir freuen uns auf einen Vortrag via Zoom von der Berliner Rechtsanwältin Juli Heinicke, die dir das Selbstbestimmungsgesetz erklärt – aus rechtlicher Perspektive queerer Lebenswirklichkeit. Im Anschluss laden wir dich ein zum Austausch mit Juli Heinicke und einer weiteren Stimme aus der Kirche.

    • 9. September, 19–21 Uhr
      Ort: wie oben
      Thema: Lesung & Austausch mit der Autorin Verena Carl
      Sie liest aus ihrem Buch Queere Kinder und gibt hilfreiche Orientierung für queeres Leben innerhalb von Familien.

    Diese Abende richten sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene (13 – 26 Jahre) – offen, respektvoll, kritisch und von dir gestaltet.

    Wer sind unsere Expertinnen?

    • Juli Heinicke ist Rechtsanwältin in Berlin, spezialisiert auf Familien‑ und Verwaltungsrecht insbesondere für Menschen der LGBTQIA(+) Gemeinschaft. Sie macht das Recht zugänglich und unterstützt besonders im Kontext des Selbstbestimmungsrechts. Sie bringt vielfältige Beratungserfahrung mit und engagiert sich auch ehrenamtlich u. a. in feministischen Rechtsnetzwerken.

    • Verena Carl ist freie Journalistin und Sachbuchautorin, unter anderem tätig für Brigitte, Merian und Eltern. Sie lebt in Hamburg, ist Mutter eines queeren Teenagers und Mitgründerin des PEN Berlin. Ihr jüngstes Sachbuch Queere Kinder (2023, Beltz) unterstützt Familien auf dem Weg zu Verständnis, Empathie und Verbundenheit – mit Interviews, Übungen und vielen praktischen Hilfen.Ein Auszug aus ihrem Buch:

      „Wenn die 12jährige beim Abendessen erklärt, dass sie in ein Mädchen verliebt ist, oder der 16jährige sich als nicht-binär outet, dann sind viele Eltern verwirrt, ratlos, vielleicht auch besorgt. Alles nur ein Hype, eine Phase, ein Social-Media-Phänomen – oder Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins, eines neuen Blicks auf Geschlecht und Sexualität? Was haben wir Eltern darauf für einen Einfluss, und wo und wie brauchen Jugendliche unsere Unterstützung bei dieser Form von Identitätssuche? Verena Carl, Hamburger Journalistin und Autorin, hat mit Unterstützung einer Expertin für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung das Buch „Queere Kinder“ (Beltz Verlag) geschrieben. Darin verknüpft sie ihre eigenen Erfahrungen als Mutter eines queeren Teenagers mit ihren Recherchen aus Psychologie, Medizin und anderen Familien, die das Thema umtreibt. Lesung, Erfahrungsaustausch, Diskussion.“

    Was kommt danach?

    Oktober bis Dezember: Im Workshop „I am what I am“ sammeln wir queere Geschichten von Teilnehmenden. Am Ende entsteht eine Ausstellung, in der wir Vielfalt sichtbar und spürbar machen.

       
  3. Erzählwerkstatt Begatalbahn

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    Erzählwerkstatt

    Erinnerungen an die Bahn im Begatal

    • Annähernd 100 Jahre – von 1897 bis 1980 bzw. 1994 (Güterverkehr) – waren die Gemeinden des Begatals an das überregionale Bahnnetz angeschlossen. Dem Bahnhof in Dörentrup kam dabei eine besondere Bedeutung zu. Zum einen für den Güterverkehr: wegen der Gleisanschlüsse an die “LiTho” (Lippische Thonwarenfabrik) und die “Dörentruper Sand- und Thonwerke”. Zum anderen für den Personenverkehr: Die Fahrt führte vom Dorf in die Stadt, zur Arbeit, zum Besuch der weiterführenden Schulen oder zu anderen Anlässen, wie dem Kläschenmarkt. Von hier aus startete manche Reise in den Urlaub an der See oder in den Bergen. Nicht zuletzt wurden hier in den Nachkriegsjahrzehnten die Gäste abgeholt, die zur “Sommerfrische” in die zahlreichen Pensionen in Schwelentrup oder Hillentrup anreisten.

      Die VHS Detmold-Lemgo und das Kulturstellwerk Nordlippe luden an drei Abenden von Januar bis März 2023 zu einer Erzählwerkstatt in Dörentrup ein. Interessiert hat: Wer verbindet persönliche Erinnerungen mit der Begatalbahn? Wer kann und möchte anderen seine Geschichte erzählen? Wer hat Fotos und Dokumente aufbewahrt?

    • Bei diesen Projekt wurde der Fokus auf die Bahnhöfe Dörentrup, Farmbeck und Bega gelegt.

      Die Ergebnisse wurden durch Jürgen Scheffler zusammengetragen und für eine sechs-teilige Ausstellung kuratiert.
      Martin Emrich hat die Daten grafisch zusammengestellt und auf Roll-Ups drucken lassen.
      Die Ausstellung wurde erstmals beim Bahnhofsfest am 1. Mai in Farmbeck präsentiert.
      Friedo Petig hat den gesamten Prozess begleitet und beim Bahnhofsfest die Akteure und deren Erinnerungen trefflich ein einen fast 45-minütigen Vortrag eingebunden.

       

    Webdokumente

    Bahnhof Dörentrup

    • 11/2022 |Beitrag von Ralf Maritschnigg bei Drehscheibe Online (DSO): LINK

      02/2020 |Beitrag von Ralf Maritschnigg bei DSO: LINK

      04/2023 | Beitrag von Ralf Maritschnigg bei DSO (Heinz Bröker): LINK

      02/2020 |Beitrag zu den Sand- und Thonwerken (Normalspur) von Ralf Maritschnigg bei DSO: LINK

      02/2020 |Beitrag zu den Sand- und Thonwerken (Lorenbahnen) von Ralf Maritschnigg bei DSO: LINK

      Schmalspurbahnen Ostwestfalen: LINK

    Bahnhof Farmbeck

    • 02/2020 |Beitrag von Ralf Maritschnigg bei DSO: LINK

    Bahnhof Bega

    • 02/2020 |Beitrag von Ralf Maritschnigg bei DSO: LINK

    Hinweise zum Urheberrecht

    • Wir danken für die Bereitstellung des folgenden Bildermaterials:

      Ralf Maritschnigg, Lemgo
      Dietrich Bothe, Hamburg
      Stefan Hinder, Oldenburg
      Christoph Carl Arndt, Slagelse (DK)
      Familie Fasse, Dörentrup
      Klaus Müller
      Heinz Bröker
      Herrmann Ollenburg

      Die Rechte an den verwendeten Bildern liegen bei den Urhebern.
      Das Weiterverbreiten dieser Bilder ist nur nach Rücksprache mit den Urhebern gestattet.

    Bahnhof Farmbeck

    Lemgo – Hameln und zurück

    Ausschnitte des Films von Dr. Wolfgang Halle

    Bahnbetrieb Lemgo-Hameln bis 1980

    Führerstandsmitfahrt am 26.09.1980

    Bahnhof Lemgo am 27.09.1980

    Barntrup und Lemgo mit Dampflok

    Bahnbetrieb Lemgo-Bielefeld bis 1985

    Bahnhof Barntrup – Erinnerungen von Klaus Müller 2023

    Literatur

    Bahn- und Ortsgeschichte

    • Die Bahn Lage-Lemgo-Hameln und das Lippische Berg- und Hügelland.

      Führer von Prof. Dr. Heinrich Thorbecke

      Detmold, 1987

       

    • SiO2 – Jubiläumsschrift

      Dörentruper Sand- und Thonwerke

      1901 – 1926

       

    • Jubiläumsschrift

      50 Jahre

      Dörentruper Sand- und Thonwerke GmbH

      1901 – 1951

       

    • Eine Bahnstrecke durch Lippe

      Dr. Wolfgang Halle

      Hameln – Barntrup – Lemgo – Lage – Oerlinghausen – Bielefeld

      2. erweiterte Ausgabe 1999

    • Von der Sommerfrische zur Bauenrhofpension

      Schwelentrup im 20. Jahrhundert

      Fremdenverkehr in einem lippischen Dorf

      von Jürgen Scheffler, 1997

    • Das Bahnhofsbuch Dörentrup ist aufgetaucht!

      Das Bahnhofsbuch regelt alle relevanten Sachverhalte für einen sicheren und ordnungsgemäßen Bahnhofsbetrieb. Fahrdienstleiter und Aufsichtsbeamte müssen das ganze Bahnhofsbuch beherrschen.

      Mit der Einstellung des Personenverkehrs verlor Dörentrup 1980 den Status einer Dienststelle. Einhergehend mit dieser Degradierung wurden seinerzeit die nicht mehr benötigten Unterlagen entsorgt (verbrannt).

      Wir schätzen uns sehr glücklich, dass Hartmut Heuer das Bahnhofsbuch (Ausgabe Stellwerk Do) sichern konnte und uns zur Verfügung gestellt hat.

      Hinweis: Download 25 MB. Die beiden eingelegten Lagepläne vom Bahnhof Dörentrup haben wir im Original auf den ersten beiden Seiten vorgefunden und sie so in das Bahnhofsbuch digital einsortiert. Die Qualität der Daten ist bei einigen Dokumenten nicht optimal. Wir werden versuchen, einzelne Dokumente zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu erfassen.

       

    • Kindheitserinnerungen an den Bahnhof Bega

      Reinhold Sölter beschreibt exklusiv für unser Projekt Erzählwerkstatt seine Kinder- und Jugendjahre, die er auf dem Bahnhof Bega verbracht hat. Sein Vater war damals in Bega Bahnhofsvorstand.